SMALL BEAST – wenn das „kleine Biest“ zuschlägt, gibt es kein Entkommen!

"Small Beast"
„Small Beast“

Eigentlich total skurril. Da wohne ich kaum 5 Minuten zu Fuß vom Dortmunder Stadttheater entfernt und doch gingen offensichtlich jahrelang komplett großartige Konzerte völlig an mir vorbei. Erst vor ein paar Monaten erzählte mir eine Freundin zufällig von den „Small Beast“-Shows im Schauspielhaus. Einmal im Monat, immer freitags, um 22.30 Uhr, lädt Paul Wallfisch zu diesem Musik-Salon ein. Angefangen hat alles in New York im Jahr 2009.

Das „Small Beast“, das der Veranstaltung den Namen gab, war übrigens ein kleines Piano auf der Bühne. Seit der Spielzeit 2010/11 kommt nun Dortmund in den Genuss dieses musikalischen Highlights. „Die Idee hinter Small Beast lautet, etablierte Künstler wie auch Newcomer, in einer Wohnzimmeratmosphäre auf die Bühne zu bringen und dann abzuwarten, was passiert. Die Reihe lebt von dem Mix an Musikfarben und der Spontaneität wie auch Experimentierfreude eben jener und begeistert jedes Mal aufs Neue! Empfehlenswert anders!“, schreibt die „Visions“. Und das trifft es auf den Punkt. Wenn sich die Türen zur kleinen Bar im Foyer des Schauspielhauses öffnen, strömen um die 50 Menschen in den Raum. Einige finden nur noch auf den Kissen auf dem Boden Platz. Ein Piano, eine Gitarre, ein paar Verstärker und Mikrofone und ein paar Spots. Viel mehr ist nicht nötig, um musikalische Glanzleistungen zu vollbringen. Der Ablauf ist immer der gleiche. Zuerst gibt es ein paar Songs, die Paul Wallfisch am Piano vorträgt, bevor er seine Gastmusiker vorstellt.  In diesem Monat waren es der unglaubliche Ken Stringfellow, der Chef der legendären „Posies“, der jahrelang mit R.E.M. spielte, und der grandiose Mick Harvey, Schlagzeuger von Nick Cave and the Bad Seeds und Bandmitglied bei „Republik der Wölfe“. Schon die letzten „kleinen Biester“ haben mich komplett geflasht, doch diesmal ist es noch ein bisschen besser. Am Ende ist es 3 Uhr morgens und die drei Ausnahmemusiker spielen gemeinsam einige Songs, die sie vorher noch nie zusammen performt haben. Fantastisch, hinreißend, einfach genial. Momente, von denen es wahrlich nicht viele gibt! Mich jedenfalls hat das „Small Beast“ in seinen Fängen!

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