Stadtmühle Allstedt – kleines Paradies

Stadtmühle Allstedt

Stadtmühle AllstedtAllstedt im Südwesten Sachsen-Anhalts. Ein Ort, auf den ich für ein Wochenende niemals von allein gekommen wäre. Doch dank einer guten Freundin, die sich den sozialen Medien und Blogs leider (noch) verwehrt, durfte ich nun die Stadtmühle kennenlernen. Inmitten schönster Natur hat  Familie Bruns die über 300 Jahre alte Wassermühle 1995 erstanden und sie im Laufe der Jahre umfangreich saniert. Der zugeschüttete Mühlengraben wurde wieder freigelegt, die fehlende Mahltechnik inklusive Wasserrad wieder eingebaut. Die Mühle wäre – wenn genug Wasser vorhanden wäre, wieder voll funktionstüchtig. Momentan wird sie für Veranstaltungen und als Kunsthandwerkstatt genutzt. Hinzu kommt ein kleiner, aber feiner Teil, der zu einigen wenigen schnuckeligen Ferienwohnungen und Pensionszimmern umgebaut ist.

Einem kleinen, aber feinen Mädelswochenende stand also nichts im Weg. Schon als wir den holprigen, kopfsteinbepflasterten Weg auf den Hof fuhren, war ich begeistert. Bunte Blumen, alte Gebäude und eine Atmosphäre ein wenig wie aus einer anderen Welt. Knallegrüne Wiesen, alte Bäume und eben die historische Mühle. Liebevoll eingerichtete Ferienwohnungen und ein Garten, der geradezu dazu zwingt, runterzukommen.

Natur pur und mega-leckere Pizza

Und dann ist da noch Hausherr Edmund Bruns, der für uns extra den Steinofen angeschmissen hat, um vier verschiedene Sorten feinste Pizza zu zaubern. Mein Favorit war übrigens ganz klar die Pizza mit Camembert, Creme fraiche und Birnen. Mmh! Dazu ein leckerer Weißwein, gute Laune und herrliche Natur. Am nächsten Morgen wache ich vom Zwitschern der Vögel und den ins Zimmer scheinenden Sonnenstrahlen auf, schnüre die Joggingschuhe und laufe einfach los. Vorbei an der Burg, ins nächste Dörfchen. Noch ist niemand unterwegs, nur erstaunte Tiere. Ich treffe einen schwarzen Schwan, eine noch etwas verschlafene Katze, die es ohne Probleme mit GrumpyCat aufnehmen kann, diverse Rehe und sonstige Wald- und Wiesenbewohner. Über herrliche Obstbaumwiesen, an kleinen Bächen vorbei komme ich schließlich irgendwann wieder zurück und bringe Brötchen mit. Das Frühstück auf der Terrasse ist schon vorbereitet. Der Tisch üppig gedeckt. Anschließend einfach ein bisschen lesen und Löcher in die Luft starren, unter einem der alten Bäume verweilen. Herrlich.

So vergehen zwei wundervolle Tage mit guten Gesprächen, ausgedehnten Spaziergängen und vielen kulinarischen Köstlichkeiten. Aus der einstigen Ruine der Stadtmühle Allstedt ist ein echtes kleines Paradies geworden, das ich jedem, der die Natur liebt, einfach mal runterkommen möchte oder die Gedanken ziehen lassen möchte, nur empfehlen kann.

 

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