PottPlausch – Danke, #OneLoveManchester!

#OneLoveManchester

Wenn Coldplay gemeinsam mit Ariana Grande Oasis covern und Liam Gallagher „Live Forever“ mit Chris Martin singt und dabei Tränen in den Augen hat, muss etwas passiert sein. Ja, ist es. Schon vor ein paar Wochen, als ein Irrer sich in Manchester unter dem Deckmäntelchen einer Religion in die Luft sprengte und vor allem jugendliche Konzertbesucher und deren Eltern mit in den Tod riss. Ariana Grande, die mir bis dahin nur am Rande ein Begriff war, da ich mit ihrer Musik nicht viel anfangen kann, zeigt Mut. Der 23-Jährigen gelingt auf dem Gelände von Old Trafford etwas, wovon viele Politiker, die bei jedem Anschlag die nahezu identischen Floskeln von Betroffenheit und Entsetzen aus der Schublade ziehen, sich durchaus ein Scheibchen abschneiden können. Sie bringt Stars wie Take That, Katy Perry, Miley Cyrus, Robbie Williams, Coldplay, Liam Gallagher und Co. gemeinsam auf die Bühne, um dem Hass der Terroristen mit Liebe und Musik zu begegnen. Sicher, man muss die Musik nicht mögen und kann auch hier wieder nur negativ denken und PR wittern wie einige Idioten im Netz, aber die Geste berührt allemal. Auch ich verfolge das Konzert, das unter dem Motto #OneLoveManchester läuft, schalte sogar nicht weg, als Justin Bieber singt (!). Bin tief bewegt, als Liam Gallagher den Opfern von Manchester sein „Live Forever“ widmet und sich danach mit Chris Martin in den Armen liegt. Als das Konzert ins Leben gerufen wurde, ahnte wohl niemand, dass am Tag zuvor erneut ein feiger Anschlag stattfinden würde. Diesmal in London. Aber auch hier in Deutschland haben Musikfans in diesen Tagen ein Zeichen gegen den Terror gesetzt. Als Rock am Ring (#rar2017) wegen einer akuten Bedrohung am Freitag für diesen Tag beendet werden musste, strömen 85.000 Menschen friedlich „You’ll never walk alone“ singend vom Platz. Nicht laut, nicht agressiv und erst recht nicht fanatisch oder so unsagbar feige. „Ohne Musik wäre das Leben ein Irrtum“, sagte schon Nietzsche. Wie recht er hat. Ohne Musik wäre diese Demonstration von Freiheit, Solidarität und gewaltlosem Miteinander gar nicht möglich gewesen. Danke!

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