#sonar2017 – Barcelona voller Musik und Sonne

Sonar2017

Ihr kennt das. Man geht irgendwo hin und ist schlagartig so begeistert, dass man am liebsten jedes Atmosphärenkrümelchen, jeden Soundschnipsel und jeden auch noch so kleinen Eindruck aufsaugen möchte. So geschehen bei meinem ersten Besuch des Sonar-Festivals – #sonar2017 – in Barcelona.

In dem Augenblick, in dem ich diesen Artikel schreibe, sitze ich gerade im Lounge-Bereich des #juicybeats2017 und genieße das nächste Festival. Aber zurück ins wunderschöne Barcelona, das mich mindestens genauso gepackt hat wie die Veranstaltung an sich. Es ist tatsächlich mein erstes Mal in dieser tollen Stadt. Schon früh hatten wir uns um einen so genannten Delegate Pass bemüht, der nicht nur einen extra Shuttle-Service zu „Sonar by Night“ und Zutritt zu einem Extra-Bereich auf dem Festival beinhaltet, sondern auch den Zugang zu einer Area ermöglicht, die sich „Sonar +D“ nennt. Dort gibt es Workshops, Vorträge und einen Bereich, in dem zahlreiche Menschen abgefahrene Innovationen präsentieren – das so genannte Market Lab und den Startup Garden.

Erstmal im Vorbeigehen schauen, schnell mal die VR-Area streifen und staunen, denn der  Workshop „Make your first twitter bot“ mit Darius Kazemi ruft. Ich als Nicht-Techie-Nerd bin gespannt, ob ich überhaupt etwas begreife. Aber es funktioniert! Also zumindest rudimentär. Und nach ein paar Stunden macht es sogar richtig Spaß, neue Wortgruppen einzubinden und diese voneinander abnhängig zu machen. Super spannend. Eigentlich würde ich gern weiter tüfteln, aber es gibt noch so viel zu sehen und vor allem auch zu hören.

Ich lausche sehr gespannt einer Diskussion zwischen dem Kult-DJ John Acquaviva, Kalam Ali (Native Instrument) und Jon Eades (Abbey Road Studios). Es geht um „Business for Creative Technologists“ und bleibt trotz der Popularität der Teilnehmer sehr entspannt und „down to earth“. Doch das, was mich an diesem Panel am meisten begeistert, ist ein junger Künstler aus New York, der sich traut, zu fragen, was er als DJ tun könne, um seine Karriere weiter auszubauen. Mutig. Und der Mut wird belohnt. Einen Tag später sehe ich eben diesen Künstler gemeinsam mit Jon Eades beim Essen. So geht Business. Manchmal ganz einfach und wieder mal ein wunderbarer Beweis dafür, dass Menschen, die etwas wagen durchaus auch sehr hoch gewinnen können 😉

Eines meiner Highlights des #sonar2017 ist eine Führung von Rosita Kürbis und Doris Obermair durch das Market Lab und die Start Up Area. Fasziniert schaue ich mir an, dass 3D-Drucker nun schon personalisierte Gitarren produzieren können, darf testen, wie sich mittels eines Software-Tools Sounds und Bilder designen lassen und viele weitere spannende Erfindungen sammeln. Besonders fein finde ich „The Oval“. Das ist eine Art elektronische Steeldrum. Ein Instrument, das nicht nur zum Lernen gedacht ist, sondern sich auch für die Musik-Kreation und die Live-Performance eignet.

Doch jetzt endlich zur Musik. Fast. Das Festivalgelände ist riesig. Und das ist nur das Gelände für „Sonar by Day“. Abends geht es zum Messegelände mit riesigen Hallen, wo die Mega-Stars performen. Die Sonne scheint an allen drei Tagen von einem strahlend blauen Himmel, der Außenbereich ist bereits mittags bestens gefüllt. Menschen sitzen auf dem Boden und lauschen den DJ-Klängen, chillen oder gönnen sich ein kleines Mittagessen. Statt einfach nur Pommes Currywurst und Pizza wie bei uns so oft gibt es hier auch viele vegane und vegetarische Köstlichkeiten. Und das zu überaus humanen Preisen. Und ganz speziell ist es im Bereich der Delegate Pass Inhaber. Denn dort kocht jeden Tag ein Sternekoch ein eigens für das Festival kreiertes Menü – auch das durchaus erschwinglich.b

So. Musik. Da ich hier unmöglich alle Musiker, die ich an drei Tagen genießen durfte, aufzählen kann, picke ich mir meine Highlights raus. Schon am ersten Abend flashen mich „Moderat„. Fantastischer Synthie-Sound, gepaart mit einer charismatischen Stimme. Genau mein Geschmack. Aber auch das neu gegründete Duo aus Barelona „Playback Maracas“ reißt mich mit. Und genau das ist das Schöne an solchen Festivals. Man hört Bands, die man sonst vielleicht nie wahrgenommen hätte und kann sich direkt begeistern … und mittanzen.

Große Kunst – die Performance des Isländers Valgeir Sigurdsson. Und natürlich das Konzert von Carl Craig, gemeinsam mit Francesco Tristano. Sie alle und viele, viele andere haben mir unvergessliche Momente beschert.

Und Barcelona? Das habe ich morgens erkundet und an dem Tag, der noch drangehängt war. In der kurzen Zeit lernt man eine Stadt natürlich nicht wirklich kennen, aber einen ersten Eindruck habe ich bekommen. So viele tolle Cafés, fast alle Fair Trade, wunderschöne Gebäude, nette Menschen. Was ich angeschaut habe? Natürlich den Font Màgica, die Sagrada Familia und die Häuser Gaudís. Okay, ein kleiner Stadtbummel durch diverse feine Lädchen, ein kurzer Strandbesuch und eine Seilbahnfahrt hinauf zum Montjuic waren auch noch drin.

4 Tage voller Energie und neuen Eindrücken. Danke, #sonar2017, danke Barcelona. Ihr wart großartig, ich komme ganz bald wieder 🙂

Und hier noch ein paar Fotos und Videos….


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