PottPlausch: In the end it doesn’t really matter…

PottPlausch31.7.2017

Ein paar Tage ist es nun schon her, dass ich etwas unmotiviert bei Twitter herumgedaddelt habe, als plötzlich das erste R.I.P. auftauchte. Nein, nicht noch einer, nicht schon wieder, waren meine ersten Gedanken. Ich war nie ein großer Linkin’ Park Fan, mochte aber einzelne Songs sehr, sehr gern. Weil sie eben so unter die Haut gehen. Und weil sie eben genau solche Texte haben, die rausgeschrieben werden müssen. Genau, wie Chester Bennington es eben getan hat. Jeder, der genau hingehört hat, konnte ahnen, wie zerrissen es in ihm aussieht. Das Fatale daran ist nur, dass er nur, weil er so gelitten hat, auch in der Lage war, solche Songs zu schreiben. Immer wieder gibt es Musiker, die behaupten, die Texte ihrer Lieder hätten nicht sehr viel mit ihrem eigenen Leben zu tun. Aber mal ehrlich, das geht doch gar nicht, ohne, dass es unglaubwürdig klingt. Und ich wage an dieser Stelle zu behaupten, dass man es hören kann, ob ein Lied aus tiefstem Herzen kommt oder eben nur so dahingeschrieben ist, um Kohle zu scheffeln. Dass die Krankheit Depression unfasslicherweise immer noch ein Tabu-Thema ist, haben in den letzten Tagen schon genug Menschen geschrieben und gepostet, und, dass es jetzt mal wieder einen kurzen Aufschrei gibt und dann ein paar Wochen später wieder alles ist wie zuvor. Das kann passieren. Sicher. Aber vielleicht, ganz vielleicht, hören wir nicht nur bei Stars, sondern auch bei den Menschen in unserem Umfeld ein wenig achtsamer hin, wenn sie etwas von sich erzählen.

Danke, Chester Bennington, für ein Stück Musik-Geschichte, für eindrucksvolle Live-Erlebnisse, deine schmerzlich-ehrlichen Songs und, dass du die Welt hoffentlich doch etwas nachhaltiger wachgerüttelt hast.

 

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