Ist der Pott eigentlich fair? – FairFriends überzeugt

#FairFriends17

5.300 Besucher kamen in diesem Jahr zur „FairFriends„, um sich über fairen Handel, nachhaltige Lebensstile und gesellschaftliche Verantwortung zu informieren. Ich war zum ersten Mal dabei. 200 Aussteller aus 19 Ländern präsentierten in drei Hallen von Taschen aus Coladosenverschlüssen über Figürchen aus Schallplatten bis zu fairen Versicherungen, Kaffeeseife und Sitzmöbeln aus wunderschön mit Baumwollseilen umspannten Reifen so ziemlich alles, was in irgendeiner Weise mit Nachhaltigkeit und fairem Handel zu tun hat.

Wie schaffe ich es, ökologischer zu handeln? Welche Veranwortung übernehmen eigentlich Unternehmen? Wie sieht es hier aus mit der Umsetzung der Corporate Social Responsibility? Und was ist eigentlich ein wirklich nachhaltiger Lebensstil? Antworten auf diese Fragen gab es an vier Tagen in den Dortmunder Westfalenhallen von Ausstellern, Rednern und Besuchern. Welche Auswirkungen haben meine täglichen Einkaufsentscheidungen auf Menschen in Entwicklungsländern? Wusstet ihr zum Beispiel, dass jeder zweite Grabstein aus Kinderarbeit stammt und sogar die Herkunft von Küchenarbeitsplatten geprüft werden sollte? Für mich jedenfalls gab es viele neue Erkenntnisse. Ganz abgesehen von den Themen Slow Fashion, Upcycling und Zero Waste.

Aber auch die Flaschenbierfreunde habe ich getroffen. Sie begeistern mit einem neuen Dortmunder Bierlabel und haben das Ziel, Geschmack und handwerkliche Qualität in Bieren aus der Region zu vereinen. Ich durfte ein Schlückchen „Unser voller Ernst“ probieren und werde das sicher demnächst als Party-Alternative zu herkömmlichen Marken in Erwägung ziehen. Aber auch eine Info über nachhaltige Pressearbeit und ein Gespräch mit der GEPA über Öffentlichkeitsarbeit haben neue Ideen in mir geweckt.

Richtig lecker wurde es dann bei der Delinale, die in diesem Jahr im Rahmen der FairFriends stattfand. Ich habe kennengelernt, wie man Wasserkefir macht und herausgefunden, dass sie hervorragend schmeckt, auch wenn sie erstmal nicht so klingt. Während des Genusses kleiner und vor allem fairer Probierhäppchen habe ich den Gesprächen von Barbara Schimmelpfennig GEPA), Ole Plogstedt und weiteren spannenden Gästen gelauscht und neue Inspirationen bekommen. Ach ja, und faire Schokolade habe ich auch probiert, bei der GEPA, bei Kaokao und einigen anderen köstlichen Anbietern. Richtig süchtig können übrigens die Dattelkugeln von Mimi’s Garden machen. Mein Favorit: Himbeere & Chia. Aber sagt nicht, ich hätte euch nicht gewarnt 😉

Der eigentliche, urpsprüngliche Grund für mich, die Messe zu besuchen, war jedoch mein freies Engagement für die Faire Metropole Ruhr. Social Media Reporting und PR lassen sich auf so einer Veranstaltung fantastisch vereinbaren. Vor allem, wenn die Projektleiterin so geniale Ideen hat. So gab es nicht nur tolle Gespräche mit Besuchern und Kollegen über die Arbeit des Projekts, sondern auch Aktionen wie eine Fotoaktion gegen Kinderarbeit, Yoga, Basteln mit Bohnen, Trommeln mit Jah Sala und eine Weinprobe mit dem Weinblatt am Stand. Nicht zu vergessen die wunderschönen Ponchos von Jules is Jules aus Fair-Trade-Seide.

Für mich ist vor allem hängen geblieben, dass jeder einzelne von uns eine gesellschaftliche Verantwortung und mit etwas mehr Achtsamkeit bei Konsum, Arbeit und Verhalten generell schon eine ganze Menge bewirken kann. Und: Dass fast alles recycelbar ist und zu wunderschönen Ergebnissen führen kann 😉

Die Frage, ob der Pott fair ist, dürfte sich dann wohl erledigt haben, denn die FairFriends ist für mich ein eindeutiger Beweis dafür. Save the date: Die nächste FairFriends findet vom 6. bis 9. September 2018 statt.

 

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