PottPlausch: Wingwave

Wingwave

Ich war auf Bali. Aber bis ich da war, hat mich das einige ängstliche Stunden gekostet. Mein Problem: Ich habe Flugangst! Schlimme Flugangst! Seit einem Flug nach Südafrika vor vielen Jahren. Dort gab es einen Moment, in dem mein Leben wie ein Film vor meinen Augen ablief, weil die Maschine ins Straucheln geriet und ich Todesangst hatte. Seitdem muss ich mich mega zwingen, überhaupt ein Flugzeug zu besteigen. Beim geringsten Wackeln, bekomme ich Panik. Ohne beruhigende Tabletten geht nichts. Oder doch? Im vergangenen Jahr habe ich eine Ausbildung zum Burn Out Coach bei Silvia Duske gemacht. In einem Gespräch am Rande erzählte ich von meiner Flugangst, woraufhin Silvia mir sagte, sie biete die Wingwave Methode für solche Situationen an. Davon hatte ich noch nie gehört. Als ich dann auch noch erfuhr, dass womöglich eine Sitzung ausreichen würde, um meine Flugangst zu beseitigen, wurde ich hellhörig.

Verleiht Wingwave wirklich Flügel?

Was konnte schon passieren? Einen Versuch war es auf jeden Fall wert, um diese lästige „Einschränkung“ loszuwerden. Gesagt, getan. Mein Flug nach Bali rückte näher und ich fuhr zu Silvia, um mich „heilen“ zu lassen oder vielmehr selbst zu heilen. Eine gute Stunde, das Hineinversetzen und Hineinfühlen in meine Angst und Ihre „Therapie“, dann wieder nach Hause. Na, ob das geholfen hat. Meine Zweifel waren zugegebenermaßen sehr groß. Am Abflugtag dann merkte ich, dass ich irgendwie ruhiger war als sonst. Ich checkte ein und ging sogar relativ gelassen an Bord – und zwar ohne irgendwelche Mittelchen. 19 Stunden Flug mit Zwischenstopp in Doha lagen vor mir. Was soll ich sagen. Ich war viel ruhiger als sonst. Trotz einiger Turbulenzen geriet ich nicht in Panik und schaffte es sogar, zu lesen und einen Film zu schauen. Das war sonst vor lauter Angst überhaupt nicht möglich. Zwar gab es bei dem ein oder anderen Wackelt noch ein etwas flaues Gefühl im Magen, aber sehr, sehr viel abgeschwächter als sonst. Und auch Start und Landung waren okay. Sogar, als der Flieger noch fast eine Stunde außerplanmäßig über Bali umherkreiste, bliebt ich relativ ruhig. Ich war ziemlich stolz und begeistert. Es hatte tatsächlich funktioniert. Zumindest auf dem Hinflug. Auf Bali hatte ich eine wahnsinnig schöne Zeit (davon werde ich in einem späteren Artikel berichten, wenn ich endlich die Fotos sortiert bekomme).

Wer braucht schon ruhige Flüge?

Vor dem Rückflug hatte ich dann wieder ein bisschen Bammel, aber auch sehr gedämpft. Leider kamen wir circa eine Stunde nach dem Start in ein heftiges Gewitter. Das Bordpersonal musste sich anschnallen und hinsetzen und machte Gesten, die sich nur als Besorgnis interpretieren ließen. In dem Moment war sie zurück, meine Angst. Was soll ich sagen, es war eine schlimme Stunde und die Gewissheit, dass ich in diesem einen Flugzeug noch 9 Stunden sitzen müsste. Die Minuten kamen mir vor wie Stunden. Allerdings gelang es mir irgendwann, wieder etwas ruhiger zu werden. Sogar in den Anschlussflieger konnte ich dann wieder mit normalem Herzschlag steigen. Auch hier wackelte es ein wenig, aber meine relative Gelassenheit vom Hinflug war zurück. Natürlich habe ich mich im Nachhinein geärgert, dass ich in dieser einen Situation wieder so viel Angst hatte, aber die hätte ich vielleicht auch vor meinem Südafrika-Erlebnis gehabt. Insgesamt kann ich jedenfalls das Fazit ziehen, dass die Wingwave-Methode meine Flugangst um ein Vielfaches verringert hat. Das Fliegen wird zwar sicher nie zu meiner Lieblingsbeschäftigung werden, aber ich sehe meinen nächsten Reisen nun sehr viel entspannter entgegen. Und vielleicht brauche ich ja auch einfach eine weitere Sitzung, um mich gegen kommende „Gewitterflüge“ noch ein bisschen besser zu wappnen.

Übrigens hilft die Wingwave-Methode nicht nur gegen Flugangst. Wer sich näher für die Methode interessiert, findet unter www.wingwave.com alle wichtigen Infos.