… just Bali

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Es ist nun schon sechs Wochen her, seit ich zurück bin. Und eines kann ich mit Sicherheit sagen: Bali hat mich verändert. Oder sagen wir, noch ein Stückchen weiter in Richtung Menschlichkeit geschubst. Eigentlich schlimm, das so schreiben zu müssen, denn menschlich sind wir ja von Natur aus, so sollte man meinen. Ist aber nicht so.

Doch bevor jetzt jemand fragt, welche lustigen bunten Pillen ich gerade nehme, komme ich lieber zu meiner Reise. Schon seit über einem Jahr beschäftigte mich der Wunsch, nach Bali zu reisen. Wunderschöne Bilder und Erzählungen von Maike hatten mich neugierig gemacht auf diese Insel am anderen Ende der Welt. Mich, mit meiner Flugangst, über die ich ja schon berichtet habe. Und mich, die ich aus irgendeinem Grund auf jeden Fall allein dort hinreisen wollte. Gut, ein paar Tage vor dem Abflug bekam ich dann doch kurzzeitig dieses flaue Gefühl im Magen, und der Gedanke „Bin ich eigentlich total bescheuert?“ machte sich breit. Aber es war alles gebucht. Es gab quasi kein Zurück mehr. Immer noch einer meiner Lieblingssongs von Wolfsheim übrigens, auch wenn er inzwischen schon ordentlich vermainstreamt wurde und sogar schon von denen betanzt wird, die wir schon früher wegen ihrer Collegeschühchen nicht mochten. Ich drifte ab… sorry.

Nach einer langen Reise kam ich ziemlich erschöpft in Ubud an. Ja genau, das ist die Stadt, durch die Julia Roberts in Eat Play Love perfekt aussehend radelt. Eigentlich muss da permanent einer neben dem Fahrrad hergerannt und restauriert haben, denn bei den Temperaturen läuft der Schweiß selbst beim langsamen Gehen permanent über das Gesicht – Make Up? Besser nicht ;-)

Mein Hotel, das Bali Bohemia, liegt genau am Affenwald. Meine kleine Villa mit dem schönen Namen Eternity und eigenem, kleinen Pool lässt mich die lange Reise komplett vergessen. Ich bin angekommen, in diesem fernen, wunderbaren Land. Und bekomme  Besuch – von den Affen. Von vielen Affen, Familien, Kindern, Clans ;-) Sie laufen über mein Dach und durch den Hotelgarten. Zwischendurch räumen sie meine Dachterrasse ein bisschen auf und klauen mir beim Frühstück einen Keks. Aber ich mag sie. An drei Tagen erkunde ich die Stadt, lasse mich bei meiner ersten Bali-Massage herrlich verwöhnen, sauge die Atmosphäre auf, genieße die wunderbare Küche. So farbenfroh, lecker, gesund und herrlichst angerichtet. Ja, es stimmt, die kleine Stadt verändert sich gerade sehr. Hippe Yoga-Studios mit hippen Menschen eröffnen, gestylte Leute laufen durch die Straßen. Irgendwie passt das so gar nicht zusammen mit dem sonstigen Leben dort. Ich stehe frühmorgens auf, weil da die Hitze, an die ich mich erst gewöhnen muss, noch nicht ganz so heftig ist. Und weil dann noch Einheimische auf den Straßen unterwegs sind.

Ich laufe durch die Straßen, erkunde Cafés, kleine Geschäfte, aber auch die Natur. Einen Tag bin ich mit einem Fahrer unterwegs, der mich zur Alas Harum AgroTourism Kaffeeplantage fährt. An der Rezeption des Hotels bekomme ich den Tipp, unbedingt die Bali Swing auszuprobieren. Ich? Quatsch! Ich setze mich doch nicht auf eine Schaukel, viele Meter über dem Abgrund. Ich probiere mich durch 20 Sorten Kaffee und Tee. Mit Kokos, mit Ingwer, mit Zimt, Schokolade… und, und, und. Besonders angepriesen wird mir der so genannte Luwak Coffee. Die Kaffeebohnen werden von der seltenen Luwak-Katzenart gefressen und fermentiert. Abgesehen davon, dass er mir zu säuerlich ist, bin ich kurz davor, die armen Tiere aus ihren viel zu kleinen Käfigen zu befreien. Tue ich natürlich nicht, aber erzähle allen davon und rate davon ab, den Kaffee zu trinken oder gar zu kaufen.

Und, was soll ich sagen. Ich wage mich auf die Schaukel. Niedrige Höhe, mittlere oder extreme? Ich zögere nur den Bruchteil einer Sekunde, sage „extreme“ und habe ein Ticket in der Hand. Ich mache mich auf den Weg zu der Schaukel, die nicht wirklich Vertrauen erweckend aussieht, aber auch hier komme ich auf das Motto „Kein Zurück“ zurück. Meine Knie zittern, der Gedanke, ob das alles hält, durchzuckt mein Hirn. Aber nun sitze ich schon drauf und sehe tief unter mir die Kaffeepflanzen. Ich schaukle und fliege über die Landschaft. Zugegeben, zwischendurch habe ich schon ein bisschen Angst. Aber ich überlege – mit immer noch zitternden Knien. Und irgendwie verändert, obwohl ich mich immer noch frage, ob ich eigentlich noch ganz dicht bin.

Was tue ich noch in den eigentlich viel zu knappen 2,5 Tagen? Ich besuche Goa Gajah, die Elefantengrotte, lasse mich durch die Straßen treiben und stehe morgens ganz früh auf, um den Campuhan Ridge Walk entlangzuwandern. Es ist heiß und mir begegnen tatsächlich schon morgens um 6 bauchfrei dort hinauf joggende Touristen. Nun ja. Jeder so, wie er mag. Ich genieße den Weg durch die Reisfelder, vorbei an Künstlern zum Karsa Café. Zwischen Seerosenteichen und einem traumhaften Blick esse ich ein bisschen Obst und trinke einen Bali Coffee. Schweren Herzens mache ich mich dann wieder auf den Weg zurück, wo schon bald der Fahrer des Bali Mandala auf mich warten wird. Einen kurzen Abstecher noch ins Yellow Flower Café, wo die Früchte-Müsli-Bowl wirklich der Hammer ist und sich jede der vielen Stufen hoch lohnt.

Eigentlich möchte ich noch gar nicht weg, viel zu viel gäbe es noch zu erleben. Aber das Bali Mandala erwartet mich und ich das Bali Mandala. Zugegeben, ich bin so sehr aus dem Arbeitsstress in diesen Urlaub gefallen, dass eine gute Vorbereitung kaum möglich war.

Was ich erwarte: Die totale Entspannung, ein bisschen eigene Kreativität, Yoga, Meer und zwischendurch nett im Café sitzen. Hätte ich mich vorher informiert, hätte ich gewusst, dass meine Vorstellung, was den letzten Punkt angeht, komplett daneben liegt. Der Fahrer ist pünktlich, wir fahren stundenlang durch immer wechselnde grüne Landschaften, über Berge, an Tempeln vorbei, an Tieren und an Menschen. Der Ausblick ist gigantisch, die Kurven auch.

Schließlich kommen wir in Tejakula und dem Bali Mandala an. Eine frische Kokosnuss als Begrüßungsdrink, ein wunderschöner runder, kleiner Bungalow mit offenem Bad, Blumen, Räucherstäbchen, einem kleinen Buddha. Und vielen kleinen Mitbewohnern. Vor allem Gekkos ;-)

Hier angekommen spüre ich, dass ich an einem besonderen Ort gelandet bin. Eine große Meditationshalle, ein kleiner Pool, ein schmaler Streifen Steinstrand. Auf dem Meer schwimmt eine kleine Holzplattform. Vielleicht 300 Meter entfernt. Zu dieser werde ich in den nächsten gut zwei Wochen jeden Morgen schwimmen, wenn viele noch schlafen, das ruhige Meer genießen, ein bisschen dort sitzen und einfach nur sein. Habe ich viel zu lange nicht gemacht, einfach nur sein.

Mein Kopf ist voll und braucht erstmal ordentlich lang, bis ich mir erlaube, nichts zu tun. Nichts, einfach nichts. Es fällt mir unendlich schwer, denn ich müsste doch eigentlich…

Nix da. Schon am ersten Abend durchstreife ich die Nachbarschaft. Alles ist sehr ursprünglich, das Müllproblem springt mich an. Überall liegt Plastik. Ich laufe vorbei an einfachen Verschlägen, durch Dickicht. Aber die Menschen, die mir begegnen, lächeln mich an, grüßen, winken. Sind fröhlich und freuen sich, jemanden zu sehen, der fast vom anderen Ende der Welt kommt. Ich laufe hoch zur Hauptstraße. Die Autos und Roller zischen an mir vorbei. Endlich. Ein Warung. Diese kleinen Hütten, an denen es manchmal Kaffee, sonst oft nur Wasser und Früchte gibt. Ich bin an diesem Tag sehr dankbar, dass ich nach dem langen Marsch in der gleißend heißen Sonne hier kurz Pause machen kann.

Die Tage gleiten dahin. Balinesische Massage, Gespräche mit Gisela, schwimmen im Meer, lesen, rumliegen und die Gedanken schweifen lassen. Essen. Schlafen. Und zwischendurch mache ich natürlich auch ein paar Ausflüge oder schnorchle entlang des Hauses. Kaum ein paar Meter geschwommen erleuchtet diese wunderbare Unterwasserwelt in unglaublichen Farben. Knallblaue Seesterne, gelb-schwarz gestreifte Fische und viele, viele weitere Meeresgenossen, die mir zum Teil auch einfach schon morgens auf meinem Weg zur Plattform begegnen.

An einem anderen Morgen fahre ich mit einem Fischer raus, um Delfine zu sehen. Chance 50:50. Ich klettere in das schmale, schon etwas voll Wasser gelaufene Boot. Wir fahren dem Sonnenaufgang entgegen, verstehen uns nicht, aber Gesten reichen ja manchmal auch. Und dann sehen wir sie. Große und kleine Delfine, die im Meer spielen und lustige prustende Atemgeräusche machen. Die hört man, wenn es ganz still ist. Die klingen so beruhigend, das ist irre.


Einen Wasserfall besuche ich auch, den Markt in Singaraja, die weißen Reiher von Petulu, die jeden Abend bei Sonnenuntergang zurückkommen, die Königsgräber Gunung Kawi, heilige Quellen, Lovina Beach und den „Banjar Buddhist Temple“. Dies ist der größte buddhistische Tempel in Asien, so heißt es zumindest. Es ist heiß, ich bin platt und quäle mich die Stufen hoch. Gehe langsam über das große Gelände und spüre die unbeschreibliche Atmosphäre. Ich setze mich unter ein winzig kleines Bäumchen, um kurz auszuruhen und wenigstens ein bisschen Schatten zu bekommen. Mit Blick auf eine der vielen, beeindruckenden Statuen. Und zack, da trifft es mich komplett unerwartet. Ich sitze dort und habe das Gefühl, ich könnte hier einfach für immer sitzenbleiben. Dieser Ort rührt zutiefst und strahlt gleichzeitig so viel Kraft aus. (Achtung: Bin keine druckgeknallte Esoterik-Tante. Das ist wirklich so!) Ich sitze hier eine Stunde und mache mich dann auf den Weg, weil der Fahrer sich keine Sorgen machen soll. Und während ich das schreibe, ist er auf einmal wieder da, dieser klare Moment. Seitdem ist schon wieder so viel passiert, was mich aus der Spur gebracht hat. Leider.

Ich habe Glück, zu der Zeit, als ich im Bali Mandala bin, ist Vollmond. Gemeinsam mit dem Personal gehen wir zum Tempel und dürfen an der hinduistischen Vollmond-Zeremonie teilnehmen, Tänze anschauen, Rituale mitmachen. Es ist das erste Vollmond-Fest im neuen balinesischen Jahr. Deshalb ist es besonders groß und festlich. Der örtliche Priester ist da, die Frauen in ihren tollen Gewändern, ein Gamelan-Orchester, Kinder, die strahlend herumrennen. Und dazu der leuchtende Mond, der alles in ein fast schon mystisches Licht hüllt.

Ich bin sehr dankbar, dass ich das erleben darf. Zwei Tage später findet im Dorf eine Verbrennungszeremonie statt. Ich überlege hin und her, ob ich das aushalten kann. Denn für uns „Westler“ ist das schon sehr krass. Und ich habe gerade erst so eine westliche Beerdigung besucht. Ich entscheide mich dafür. Jeder Ort auf Bali hat einen Platz, auf dem die Toten verbrannt werden. Geleitet von den Angestellten des Bali Mandala machen wir uns auf den Weg. Da kommt uns die Trauergemeinde bereits entgegen. Sie tragen den Toten, abgedeckt mit einem großen, stoffbezogenen Deckel zur Feuerstelle, versammeln sich und legen ihn ab. Sie bedecken ihn mit Opfergaben für das nächste Leben. Ich muss ein wenig schmunzeln, denn sogar FlipFlops und eine Sonnenbrille sind dabei. Und ja, man sieht diesen toten Körper. Dann wird er mit einer Platte abgedeckt und angezündet. Es gibt einen Brandmeister, der in Gummistiefeln umher läuft und immer schaut, dass das Feuer auch noch brennt. So ein menschlicher Körper brennt 2 bis 3 Stunden, bekomme ich erzählt. Okay, ich weiß immer noch nicht, ob ich das aushalten kann. Während die Verbrennung läuft, gibt es etwas zu essen, wir werden fröhlich aufgenommen, ja sogar wertgeschätzt. Denn wenn weiße Menschen wie wir dabei sind, dann wird dies als gutes Zeichen für das nächste Leben des verstorbenen gedeutet.

Ihr fragt euch jetzt vielleicht, ob der Geruch nicht schlimm ist? Ist er. Zum Glück dreht sich der Wind nur ein einziges Mal in meine Richtung. Ich würge. Es riecht nach Grillfleisch – nur etwas süßlicher. Ich esse seit vielen Jahren kein Fleisch – wegen der Tiere, nicht, weil es mir nicht schmecken würde. Aber dies ist der Moment, ab dem ich in diesem Leben sicher auch gar nicht mehr in die Versuchung geraten werde, Fleisch anzurühren. Habe es inzwischen zu Hause live getestet. Wenn die Nachbarn grillen, ist das für mich gerade nicht so schön…

Doch zurück zum Ritual. Nach langer Zeit wird die Asche hervorgeholt, in der noch ein paar Knochen zu sehen sind. Irgendwann dazwischen merke ich, dass die Szenerie auf mich plötzlich sehr beruhigend wirkt. Der Umgang mit dem Tod, vor dem in Deutschland immer alle bloß die Augen verschließen, ist so natürlich. Hier wird nichts weggesperrt, vor den Augen der Menschen verborgen, weil es schlimm ist. Der Tod ist natürlich und gehört zum Leben dazu. Jeder der Anwesenden holt mit einer kleinen Zange einen Knochen hervor und zermahlt ihn in einem kleinen Tongefäß. Auch die Kinder. Dieses Knochenmehl wird dann zu einem kleinen Männchen zusammengelegt, das vom Priester gesegnet wird. Das passiert, damit der Mensch im nächsten Leben wieder als Mensch mit allen Gliedmaßen reinkarnieren kann.

 

Diese Vergänglichkeit, die wir viel zu oft verdrängen…

 

Anschließend kommt die Asche in eine gelbe Kokosnuss und wird mit einer weiteren kleinen Zeremonie ins Meer gebracht und dort versenkt. Fast fünf Stunden sind vergangen und haben mich nachhaltig beeindruckt. Langsam gehe ich zurück zu meinem Bungalow und will mich ein paar Minuten auf die Liege legen. Ich liege dort und liege und liege und fühle mich unendlich erschöpft. Dieses Erlebnis wirkt nach. Extrem, nachhaltig, verändernd.

Etwa 20 Minuten entfernt vom Bali Mandala findet allmorgendlich der Dorfmarkt statt. In einer Halle, von 4.30 morgens bis gegen 7 Uhr. Es ist stickig, stinkt, ist wuselig. Tote Fische neben Gemüse, neben Obst, neben Haarspangen und frisch enthaupteten Hühnchen. Und trotzdem mag ich es dort. Die Menschen winken mir schon beim zweiten Besuch dort zu, weil sie mich wiedererkennen. Ich probiere mich durch Süßigkeiten mit Reis, Bananen in gebackenem Teig und finde meine Lieblingsspeise: Gefüllte Sesambällchen. Die hole ich mir den ein oder anderen Morgen und laufe noch ein wenig weiter, den Berg hinauf ins Nichts. Oder besser gesagt ins fast Nichts. Denn auch hier wohnen noch Menschen in Verschlägen. Haben Tiere, leben so ihr Leben. Freuen sich, dass jemand Fremdes diesen Weg geht.

An einem Tag darf ich mit den Frauen aus der Bali Mandala Küche kochen. Morgens erst gemeinsam auf dem Markt einkaufen, dann nachmittags zusammen brutzeln. Spinatgemüse mit Kokos und Knoblauch und Schokladen-Bananen-Bällchen habe ich mir ausgesucht. Schmeckt alles köstlich!

An einem anderen Tag machen wir uns in der Mittagshitze auf den Weg zu der  kleinen, nachhaltigen Weberei Surya Indigo in Pacung. Hier werden Farben ausschließlich aus Pflanzen gewonnen und zu wunderschönen Schals und Tüchern verarbeitet. Safran, Indigo und viele mehr. Wir bekommen eine kleine Führung durch den Garten und die Erklärung zur Gewinnung der Farbe. „Wie intensiv eine Farbe ist, richtet sich auch danach, wie sich derjenige fühlt, der sie verarbeitet“, bekommen wir erzählt. Spannend.

Nette Gespräche am Abend, chilliges Beisammensein, die Seele baumeln lassen. Ich befolge Giselas Rat und baue keinen Druck auf, weil ich vor Ort ein Konzept entwickeln muss, um einen zugesagten Termin einzuhalten.  Auch, wenn zwischendurch ein kleines bisschen Widerstand und Panik da sind, so habe ich Vertrauen, dass die Gedanken irgendwann, wenn es soweit sein wird, von selbst sprudeln werden. Und tatsächlich. Am vorletzten Morgen, als ich auf meiner Plattform liege und das Meer und seine Bewohner beobachte, fällt es mir wie Schuppen von den Augen. So fühlt es sich zumindest an, denn plötzlich habe ich nicht nur ein Wort, sondern auch das Ziel ganz klar vor Augen. Zufälle? Gibt es nicht.

Noch am letzten Abend sitze ich auf der Steinmauer, beobachte den wunderschönen Sonnenuntergang schließe einen Pakt mit mir selbst. Ich gebe mir gerade alle erdenkliche Mühe, diesen in dieser so anderen Welt tatsächlich einzuhalten. Konfrontiert mit viel Egoismus, Unehrlichkeit und Härte, ist das gar nicht so einfach. Zu deutlich hat mir dieser Urlaub gezeigt, dass Menschlichkeit, Freude und Compassion Substanzen sind, ohne die zumindest ich nicht überleben kann und die ich hier so oft vermisse.

Und hier schließt sich der Bogen zum Anfang und dem Song „Kein Zurück“. Denn irgendwann ist auch ein Traum zu lange her… Genau! Keine Zeit rumzujammern, sondern endlich zu handeln! Und deshalb werde ich nun an meinem Konzept weiterarbeiten und vielleicht ein ganz kleines bisschen dazu beitragen, dass Profit, Macht und Konsum ein ganz kleines bisschen unwichtiger werden und das Herz wieder ein wenig mehr in den Mittelpunkt rückt. Ein großes Ziel, ich weiß, aber eines, das sich so unfuckingfassbar richtig anfühlt ;-)