Ein Einhorn, Working Out Loud und ganz viel Nachhaltigkeit

Nachhaltigkeitscamp

Was letzten Freitag geschah… war ziemlich hervorragend. Endlich habe ich es terminlich mal geschafft, das NachhaltigkeitsCamp Bonn zu besuchen. Aber halt, ein BarCamp besucht man ja nicht einfach nur. Ich hatte mir im Vorfeld überlegt, meine Erfahrungen bezüglich nachhaltiger Veranstaltungen mit den “Campern” zu teilen.

Schon beim Anblick der Location wusste ich, dass es ein toller Tag werden würde. Denn das BaseCamp Bonn ist ein echter Hammer. Ein Hostel, in dem man in Eisenbahnwaggons oder alten Wohnwagen übernachten kann. Alles ist bunt, mal Retro, mal einfach abgefahren. Strandkörbe neben Klappstühlchen, dann ein Trabi, hier ein Einhorn, da alte Schallplatten. Einfach echt ziemlich cool und superpassend für ein BarCamp.

#MindfulBusiness #AgileMindset #NachhaltigeEvents

Full House im Hostel. Das Thema Nachhaltigkeit ist endlich wirklich angekommen. Und schon geht es los. Ich schnappe mir eine der riesigen Brezeln, einen Kaffee und sitze schon in der Vorstellungsrunde. Barcamp-klassisch mit drei Hashtags. Jede Menge Leute, aber es geht erstaunlich fix und ich schaue schon mal, mit wem ich gern netzwerken würde. Meine drei lauten heute #MindfulBusiness #AgileMindset und #NachhaltigeEvents.

Es folgt – ein Gruppenselfie und dann die Sessionplanung. Selten habe ich erlebt, dass so viele Menschen bereit sind, ihr Wissen mit anderen zu teilen. Zack, da möchte schon jemand was über Events machen. Und, das ist das unkompliziert-schöne an Barcamps, es ist gar kein Problem, sich zusammenzutun und die Session gemeinsam zu halten. Der Sessionplan ist prall gefüllt. Übliches Dilemma: Wo hingehen, wenn eigentlich drei interessante Themen gleichzeitig anstehen.

Die Qual der Wahl fällt bei mir auf das Thema “Agile Leadership”, das ich hier gar nicht erwartet hätte. Und was für mich der Grund ist, kurzentschlossen, auch meine Erfahrungen zu “Working Out Loud” später zu teilen. Was macht eigentlich eine gute Führung aus? Am Flipchart landen Wörter wie “Responsibility”, “True and authentic example”, “Empowering Others”, “Listening”, “Promote better care and a positive working Environment”. Und was ist der Unterschied zwischen Managing und Leading? Beim Managen werden Prozesse definiert, Zielerreichungsvereinbarungen getroffen, Arbeitnehmer kontrolliert. Beim Führen geht es darum, Menschen zu motivieren, zu inspirieren, die Chancen in Herausforderungen zu sehen und das “große Ganze” im Blick zu haben. Und wie war das mit dem agilen Leadership und den Eigenschaften? Eine agile Führungskraft sollte neugierig, kreativ, mutig, flexibel sein und eine Vision haben.

You have to be run by ideas not hierarchy!

Es folgt ein Zitat von Bill Gates: “As we look ahead into the next century, leaders will be those who empower others!” und eines von Steve Jobs: “If you wanna hire great people and have them stay working for you, you have to let them make a lot of decisions and you have to be run by ideas not hierarchy!  The best ideas have to win, otherwise good people don’t stay.”

Dann ist es auch schon Zeit für meine gemeinsame Session zu nachhaltigen Events mit Johanna Nolte von TrioMedien. Eine spannende Runde findet sich zusammen. Was macht eigentlich nachhaltige Events aus? Viele denken nur an fairen Kaffee und faire Lebensmittel. Vergessen aber die Lage der Location, die Anreise, die Bekleidung, die Tischdecke, die Kommunikation und auch die sozialen Faktoren. Johanna erzählt, dass sie einen Workshop planen zu dem Thema. Ich berichte von meinen eigenen Erfahrungen und von dem Heft “Fair veranstalten – eine Gebrauchsanweisung für nachhaltige Events”, das ich für die Faire Metropole Ruhr geschrieben habe. Eine rein nachhaltige Veranstaltung ist kaum möglich, aber es gibt ganz viele Stellschrauben. Und wer den CO2-Fußabdruck seines Events misst, kann diesen nachher durch nachhaltige Projekte ausgleichen. Oder einfach mal im Rahmen einer Veranstaltung gemeinsam Bäume pflanzen. Die Möglichkeiten sind vielfältig.

Schnell Mittagessen und ein paar interessante Gespräche führen. Übrigens gibt es super leckere Wraps, Salat und hinterher noch feinen Kuchen. Meine Working Out Loud Session findet in einem kleinen Tiny House statt. Ich berichte – völlig unvorbereitet ohne Flipcharts oder sonstiges – von meinem ersten Circle und davon, wie viel mir dieser in Sachen Netzwerk, einfach machen, fokussiertem Handeln, aber auch Großzügigkeit und Mut gebracht hat. Ich erzähle von ein paar Übungen und von dem Vertrauen, das entsteht, aber auch von den kleinen Schritten, die zählen.

Ich gönne mir noch eine Session zu “Effektiver Selbstorganisation für Teams”, schnappe mir ein Stückchen Kuchen und mache mich wieder auf den Heimweg. Aber nicht, ohne vorher noch einen verdammt guten Kaffee zu trinken. Das tue ich, wann immer irgendwie möglich, in jeder Stadt, die ich besuche. Dieses Mal verschlägt es mich ins Café GoldSchwarz. Ich laufe durch die Stadt zum Bahnhof und bin mir sicher, dass ich im nächsten Jahr wieder dabei sein werde. Danke, #ncbn19!

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